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WLAN-QR-Code: Gäste verbinden sich ohne Passworttippen

Ein WLAN-QR-Code ist eine reine Textnutzlast, die die Telefonkamera liest und als Beitrittsangebot zu einem Netz anzeigt. Der Code verbindet niemanden von sich aus mit dem Internet und braucht keinen Server: SSID, Verschlüsselungsart und Passwort stecken direkt im Symbol. Genau diese Schlichtheit ist der Vorteil — und die Grenze, denn wer den Code fotografieren kann, liest auch das Passwort.

Das folgende Rezept versteht jedes aktuelle Telefon. Drucken Sie den Code dort, wo der Gast ohnehin steht — am Tisch, an der Theke, im Wartebereich —, dann schrumpft der Beitritt auf einen Fingertipp.

Eine WLAN-Nutzlast, live im Browser gezeichnet — scannen Sie sie mit der Telefonkamera, um die Beitrittsabfrage zu sehen.

Was in einem WLAN-QR-Code wirklich steckt

Die Nutzlast folgt dem Schema WIFI: mit durch Semikolon getrennten Feldern. Für ein geschütztes Netz sind nur Verschlüsselungsart (T), SSID (S) und Passwort (P) nötig; H markiert eine versteckte SSID. Die Reihenfolge ist beliebig, und die Nutzlast endet mit einem doppelten Semikolon.

Felder der WLAN-Nutzlast
FeldBeispielBedeutung
TWPAVerschlüsselungsart. WPA deckt WPA2- und WPA3-Netze ab; für ein offenes Netz steht nopass.
SCafe-GuestDie SSID genau so, wie der Router sie ausstrahlt — inklusive Groß- und Kleinschreibung und Leerzeichen.
Pespresso2026Das Netzkennwort. Nur bei einem offenen Netz weglassen.
HtrueOptional: Die SSID ist verborgen und wird nicht ausgestrahlt.

Sonderzeichen werden mit einem Backslash maskiert: \; für ein Semikolon, \: für einen Doppelpunkt, \, für ein Komma und \\ für einen Backslash. Ein Passwort mit Semikolon ist der häufigste Grund, warum ein WLAN-Code stumm scheitert. Halten Sie die Nutzlast deutlich unter tausend Zeichen; kürzere Nutzlasten ergeben ein gröberes Modulraster, das aus größerer Entfernung noch liest.

Den Code in vier Schritten erzeugen

  • Den QR-Generator öffnen und das Format QR Code wählen.
  • WIFI:T:WPA;S:Cafe-Guest;P:espresso2026;; in das Datenfeld einfügen. Das doppelte Semikolon am Ende schließt das letzte Feld und die Nutzlast.
  • Fehlerkorrektur auf mindestens M setzen und die vier Module breite Ruhezone freihalten, damit auch eine abgegriffene Tischkarte noch scannt.
  • SVG für den Druck exportieren, PNG in 4× für eine Webseite oder PDF für eine Tischkarte.

Was iPhone- und Android-Kameras damit tun

Ab iOS 11 erkennt die Kamera-App die Nutzlast und zeigt einen Hinweis „Netzwerk beitreten“; der Scanner im Kontrollzentrum verhält sich genauso. Ab Android 10 erscheint die Beitrittsabfrage in der Kamera oder über die Kachel in den Schnelleinstellungen. Keiner dieser Wege schickt das Passwort an einen fremden Dienst: Das Telefon wertet das Symbol lokal aus.

  • iPhone: entsperren, Kamera öffnen, auf den Code halten, dann die Benachrichtigung antippen.
  • Android: Kamera oder Schnelleinstellungen öffnen, QR-Scanner wählen und das Netz bestätigen.
  • Ältere Android-Geräte weichen manchmal auf Google Lens oder einen Drittanbieter-Scanner aus.
  • Ein Gästenetz mit Client-Isolation ist der richtige Ort für einen Code, den jeder im Raum fotografieren kann.

Versteckte Netze, Gästezugang und Passwortwechsel

Versteckte Netze lassen sich über H:true abbilden, taugen aber schlecht für einen öffentlichen Code: Das Telefon kann das Netz nicht auflisten, der Beitritt hängt an der exakten SSID-Zeichenkette, und manche Android-Oberflächen verweigern ihn trotzdem. Strahlen Sie die Gast-SSID lieber aus. Wenn Sie das Passwort wechseln, aktualisiert sich der gedruckte Code nicht — planen Sie eine Karte, die Sie neu drucken können, oder einen Einleger hinter einer Hülle.

Begrenzen Sie, was der Gast erreicht. Ein Gäste-VLAN, eine Bandbreitengrenze und ein geplanter Passwortwechsel sind die wirksamen Stellschrauben; der Code selbst vergibt keine Rechte. Veröffentlichen Sie niemals den Code für das Netz, an dem auch Kassensystem oder Backoffice hängen.

Größe, Platzierung und Druck

Das Symbol muss groß genug für ein Telefon in Armlänge sein. 25 mm Kantenlänge sind ein brauchbares Minimum für eine Tischkarte, 40 mm oder mehr sind an einer Wand besser. Halten Sie die Ruhezone frei, drucken Sie dunkle Module auf hellem Grund und bevorzugen Sie matte Kaschierung: Eine glänzende Folie, die eine Deckenleuchte spiegelt, ist nach dem vertippten Passwort der zweithäufigste Fehler.

  • Tischkarte: 40–60 mm gedruckte Kantenlänge, matte Kaschierung.
  • Wandplakat: 80–120 mm, gelesen aus ein bis zwei Metern.
  • Glas, Acrylständer und Schrumpffolie meiden, ohne vom Gästeplatz aus zu testen.
  • Vor dem Druck mit einem iPhone und einem Android-Telefon prüfen; die Kamerapipelines unterscheiden sich stärker, als die Spezifikation vermuten lässt.

Häufige Fragen

Funktioniert ein WLAN-QR-Code ohne Internetzugang?

Ja. Das Telefon braucht nur Kamera und WLAN-Funk. Die Nutzlast wird lokal gelesen, deshalb funktioniert der Code auch bei einem Ausfall und in einem Netz ohne Captive Portal.

Kann ich einen QR-Code für ein WPA3-Netz verwenden?

Ja. Setzen Sie T:WPA. Telefone behandeln das als geschütztes Netz der WPA-Familie und handeln WPA3 aus, wo beide Seiten es unterstützen. WEP ist überholt und sollte nicht veröffentlicht werden.

Warum sieht das Telefon das Netz, tritt aber nicht bei?

Meist wurde ein Zeichen im Passwort nicht maskiert, die SSID unterscheidet sich in der Schreibweise oder hat ein Leerzeichen am Ende, oder der Router funkt auf einem Band, das das Telefon nicht sieht. Prüfen Sie zuerst die exakte Nutzlast mit einem Scanner.

Ist ein gedrucktes Passwort ein Sicherheitsproblem?

Es ist gleichwertig mit einem auf eine Karte geschriebenen Passwort. Nutzen Sie ein Gästenetz, wechseln Sie das Passwort und halten Sie den Code außer Reichweite, wenn dasselbe Netz interne Geräte exponiert.

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